Vorwort zur 18. Auflage
Lebenslanges Lernen ist das Thema der Zukunft. Ohne ständige Weiterbildung geht es nicht. Diese zwei kurzen Sätze, die immer öfter an immer häufigeren Stellen zu hören sind, gelten natürlich auch für die Feuerwehren, ganz gleich, ob freiwillig oder beruflich. Das Gehirn ist ein neugieriges Instrument. Damit die grauen Zellen aber aufnahmebereit bleiben, wollen sie beim Lernen Abwechslung und auch, dass ihnen der Stoff anschaulich dargeboten wird. Kurzum: die grauen Zellen wollen Freude am Lernen haben. Diesem Grundsatz sind wir auch in der 17. Auflage unseres Handbuchs „Feuerwehr Grundlehrgang FwDV 2“ treu geblieben, das jetzt wieder in aktualisierter Form vorliegt. Wiederum wurde eine Reihe von Neuigkeiten eingearbeitet.
Neben der Einführung normgerechter Definitionen für die einzelnen tragbaren Leitern, wurden sie auch in Rettungs- und Zugangsleitern unterteilt. Zudem sind sie zukünftig mit entsprechenden Piktogrammen zu kennzeichnen. Auch die Funktion des Mobilen Rauchverschlusses, der als wirksame Hilfe zur Reduzierung der Rauchausbreitung in Gebäuden bei den Feuerwehren Eingang gefunden hat, wird beschrieben. Wegen der problematischen Wirkungen von fluorhaltigen Schaummittel, wird auch dieser Themenbereich eingehend erläutert. Wie funktioniert eine Druckluftschaumanlage? Auch dazu findet sich eine Antwort in der neuen Auflage des Handbuchs. Die Vorteile, die ein auf der Schulter zur Einsatzstelle getragenes Schlauchpaket haben kann, werden ebenfalls dargelegt. Wer weiß schon, dass das uns allen bekannte Sammelstück mit zwei Eingängen noch zwei größere Brüder mit größerer Leistungsfähigkeit hat? Und was ist ein Fognail (Nebelnagel), der mit dem Kopf durch die geschlossene Tür geht und hinter der Tür das aus seinem Düsenkranz austretende Wasser zum Einsatz bringt? Auch der bei Bränden im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen manchmal anzutreffenden „Hysterie“ soll durch sachgerechte Erklärungen begegnet werden. Wer das Kapitel „Feuerwehrfahrzeuge“ durchstöbert, wird feststellen, dass an die Stelle des TLF 20/40 das TLF 4000 und an die Stelle des TLF 16/24 – Tr das TLF 3000 getreten ist. In die Norm DIN 14530 – 8 wurde das LF KatS und in die Norm 14530 – 18 das TLF 2000 neu aufgenommen. Auch die Einsatzmöglichkeiten des Schlauchwagens für den Katastrophenschutz bleiben nicht unerwähnt. Immer mehr ergänzen die Säbelsäge und das Plasmaschneidgerät die Einsatzmittel der Feuerwehr. Im Handbuch werden diese Einsatzmittel in Wort und Bild erklärt. Die Merkformel AUTO beim Einsatz an Kraftfahrzeugen mit alternativen Antriebsarten kann sehr hilfreich sein; also gehört sie ebenfalls ins Handbuch. Hinzu kommen noch die vielen kleineren Änderungen. Im Gefahrgutbereich gibt es einige Neuerungen, die Informationsquelle bei Gefahrgutunfällen im Eisenbahnverkehr wurde modifiziert und das „Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe“ gibt neue Hinweise. Für welche Verwendung ist der neue Feuerwehrzweckbeutel vorgesehen? Wie viel Knaggen hat eine Kupplung von F – Druckschläuchen ? Wie groß muss der Sprühwinkel bei einem „schmalen Sprühstrahl“ und bei einem „breiten Sprühstrahl“ sein? Auf all diese Fragen gibt es in der 17. Auflage des Handbuchs „Feuerwehr Grundlehrgang FwDV 2“ Antworten.
Lothar Schott und Manfred Ritter Freiwillige Feuerwehr Marburg - Mitte