|
Inhalt:
Hauptkapitel: ➔ Begriffe und Bauarten ➔ Steuer- und Sicherheitseinrichtungen ➔ Rechtliche Grundlagen ➔ Anforderungen an den Kranführer ➔ Physikalische Grundlagen ➔ Aufstellung von ortsveränderlichen Kranen ➔ Tägliche Arbeit des Kranführers ➔ Lastaufnahmeeinrichtungen ➔ Gefahren im Umfeld von Kranen ➔ Sondereinsätze ➔ Prüfung und Instandhaltung von Kranen ➔ Durchführung von Qualifizierungen
Vorwort: Krane sind aus unserer Welt nicht wegzudenken. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht irgendwo einen Turmdrehkran, Fahrzeug- oder Lkw-Ladekran sehen. Auch in unserer Arbeitswelt sind Krane allgegenwärtig – ob auf Baustellen, in Häfen oder in Produktionshallen. Sie dienen dem Warenumschlag, dem Be- und Entladen oder sind beim Bau von Gebäuden unerlässlich. Die ersten Krane wurden im späten 6. Jh. v. Chr. im antiken Griechenland erfunden, später dann als Kran benannt – wegen ihres Aussehens mit Ausleger und Drehbewegung an einen Kranich erinnernd. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Kranbauarten – vom „kleinen“ teilkraftbetriebenen bis hin zu Schwerlastkranen, die hunderte von Tonnen bewegen können. Sie alle werden von den Herstellern in der Regel sicher gebaut. Mit konstruktiven und technischen Einrichtungen versucht man, die auftretenden Gefahren im Kranbetrieb zu minimieren. Leider ist in der Praxis festzustellen, dass dieses (mobile) Arbeitsmittel trotzdem gefährlich bleibt, was bedauerlicherweise immer wieder schwere, sogar tödliche Unfälle zeigen. Unfallursache ist zumeist menschliches Versagen des Kranführers oder anderer Personen, die am Kraneinsatz beteiligt sind. Fehler des Kranpersonals lassen sich häufig zurückführen auf unzureichende Kenntnisse in Hinblick auf den zu bedienenden Kran, auf ungenügende (zu kurze oder inhaltlich mangelhafte) Qualifizierungen oder fehlende Unterweisungen / Nachschulungen. Das Anliegen dieses Lehrbuchs ist es, dem vorzubeugen und eine hochwertige Kranführerqualifizierung zu gewährleisten. Der Kranführer muss die technisch-physikalischen Grundlagen kennen, denn erst wenn er diese versteht, kann er den Kran sicher führen. Er benötigt Kenntnisse über verschiedene Arten von Kraneinsätzen, um die damit verbundenen Gefahren einschätzen und beherrschen zu können. Zudem muss er wissen, welche Verantwortung er hat und wie er rechtlich für seine Tätigkeit einzustehen hat. Das erfordert die Kenntnis der für Krane maßgeblichen Vorschriften. All dies ist Bestandteil des vorliegenden Werkes. Nur derjenige darf einen Kran bedienen, der in der Bauart des Krans qualifiziert / ausgebildet und über den Tätigkeitsbereich unterwiesen ist. Mit dem Ziel, eine hochwertige Qualifizierung sicherzustellen, ist dieses Lehrbuch entstanden, das mittlerweile in der 4. Auflage erscheint. Es wurde vollständig überarbeitet und auf den neuesten rechtlichen und technischen Stand gebracht. Es soll Unternehmern, Einsatzleitern und speziell Qualifizierenden / Ausbildern (aber auch interessierten Kranführern) als begleitendes Lehrbuch in der Qualifizierung / Ausbildung und als Nachschlagewerk dienen. Alle rechtlichen Vorgaben für die Qualifizierung von Kranführern, die in der berufsgenossenschaftlichen Vorschrift DGUV Grundsatz 309-003 vorgegeben sind, werden ausführlich behandelt. Wer nach diesem Lehrbuch qualifiziert – bestenfalls in Verbindung mit dem Lehrsystem „Sicheres Bedienen von Kranen“, dem entsprechenden Zusatzmodul (je nach Kranbauart) sowie den darauf abgestimmten Testbogen und den Lernbroschüren „Der Kranführer“ bzw. „Der Ladekranführer“ für die zukünftigen Kranführer – kann sich sicher sein, rechtlich fundiert und verantwortungsvoll qualifiziert zu haben, so wie es das Arbeitsschutzgesetz, die Betriebssicherheitsverordnung und die DGUV Vorschrift 1 fordern. Im Vergleich zur Vorauflage wurde dieses Lehrbuch umstrukturiert und neu gegliedert, um den Anwender noch besser durch die Themen zu leiten. Dies ist nicht zuletzt dem neuen Mitautor
Timo Zimmermann, M. Sc. (Maschinenbau) zu verdanken. Wir Autoren dürfen uns auf diesem Wege beim gesamten Team des Resch-Verlages für die höchst offene, partnerschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit bedanken. Ohne diese Unterstützung wäre solch ein umfangreiches Werk nicht möglich gewesen. Zudem gilt unser Dank auch Petra Zimmermann – insbesondere für ihre Gedankenimpulse, das Korrekturlesen und vieles mehr. Wir hoffen, dass auch diese neue 4. Auflage zu noch mehr Arbeitssicherheit und damit Unfallfreiheit im Umgang mit Kranen beitragen wird. Timo und Bernd Zimmermann Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dem Lehrbuch
bei personengebundenen Bezeichnungen die männliche Sprachform
(z. B. Kranführer, Anschläger) stellvertretend für alle Geschlechter verwendet.
|